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Bei Adenomyosis uteri handelt es sich um eine spezielle Ausprägungsform der Endometriose. Dabei setzt sich das Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) aber nicht über die Eileiter im Bauch- und Beckenraum bzw. an den Eierstöcken fest, sondern befällt die Gebärmuttermuskulatur (Myometrium).
Ähnlich wie bei der normale Endometriose, kann auch die Adenomyosis uteri mit starken Schmerzen verbunden sein und eine Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch darstellen. Es handelt sich dabei um eine chronische Erkrankung, von der ca. 1-2 % der weiblichen Bevölkerung betroffen sind. Auch wenn die Krankheit häufig erst mit fortgeschrittenerem Alter auftritt, gibt es auch vermehrt jüngere Patientinnen, die auf Grund dieser Diagnose Schwierigkeiten bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches haben.
Die Symptome der Adenomyosis uteri sind unterschiedlich: Meist klagen die Patientinnen über Blutungsstörungen sowie Schmerzen, die gehäuft etwa eine Woche vor der Periodenblutung einsetzen.
Zur Diagnostik stehen sowohl die Spiegelung der Gebärmutterhöhle, Ultraschall als auch die Kernspintomografie zur Verfügung. Die Kernspintomografie bietet den Vorteil der untersucherunabhängigen Methodik mit reproduzierbaren und quantifizierbaren Ergebnissen. Therapeutisch kommen sowohl chirurgische als auch medikamentöse Therapieoptionen in Frage. Auch eine Kombination beider Behandlungsmöglichkeiten ist denkbar. Es kann bisher kein allgemeiner Standard zur Therapie definiert werden, vielmehr muss die Behandlung individuell in Abhängigkeit von den im Vordergrund stehenden Symptomen und dem Therapieziel (Schmerzlinderung, Besserung der Blutungsstörung, Kinderwunsch etc.) ausgerichtet werden.
Zukünftige Entwicklungen in der Behandlung der Adenomyose sind insbesondere in der Anwendung des Hochfrequenzultraschalls zu sehen. Aber auch im medikamentösen Bereich sind Entwicklungen zu erwarten.
Kinderwunschpatientinnen, welche mit der Diagnose Adenomyosis uteri eine IVF-Behandlung planen, müssen darüber aufgeklärt werden, dass ihre Erfolgschancen, ein gesundes Kind zu bekommen, nicht so hoch sind wie bei anderen Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch.
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