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Von einem zu 100% erfüllbaren Kinderwunsch darf aber nicht ausgegangen werden: "Wir warnen ausdrücklich davor Frauen zu suggerieren, sie könnten mit der Familienplanung ewig warten. Diese übertriebene Vorstellung kann und wird auch in absehbarer Zukunft nicht erfüllt werden!" appelliert Dr. Loimer.
„Wir sehen es zudem als Aufgabe einer ethisch und moralisch handelnden Gesellschaft, Reglementierungen zu schaffen, die eine Schwangerschaft weit über die natürliche Menopause hinausgehend verhindern“, so Prof. DDr. Johannes Huber als bioethischer Berater der KinderWunschKlinik ergänzend.
Das reproduktionsmedizinische Dilemma der Frau
Zusammen mit dem immer späteren Kinderwunsch in westlichen Industrienationen (längere Ausbildungswege, Karriereplanung, Neuorientierung in der Partnerschaft,..) ergibt sich für viele Frauen ein reproduktionstechnisches Dilemma. In den Jahren der höchsten Fruchtbarkeit (zwischen 25 und 27 Jahren) wird heute in den meisten Fällen nicht der richtige Zeitpunkt für Familienplanung gesehen. Zu einem späteren – nun für die Frau optimal angesehenen Zeitpunkt - ergeben sich aber reproduk-tionsbiologische Probleme.
Denn: Jede Frau kommt mit einer individuell vorgegebenen Anzahl von Eizellen in ihren Eierstöcken zur Welt. Anders als beim Mann, wo laufend Samenzellen nachproduziert werden, ist die Anzahl bei der Frau also limitiert. Durch Umwelteinflüsse, Alterungsprozesse, etc. kommt es zu einer stetigen Abnahme der Eizellen in den Ovarien, bis diese schließlich aufgebraucht sind. Dann spricht man vom Eintritt der Menopause. Zudem kommt es mit zunehmendem Lebensalter zu einer deutlichen Abnahme der Eizellqualität, sodass die Chance auf ein gesundes Kind bzw. den Eintritt einer Schwangerschaft absinkt.
Die öffentliche Wahrnehmung signalisiert den Frauen oftmals ein anderes Bild, in dem immer wieder von Schwangerschaften in späteren Jahren berichtet wird. "Hier müssen wir ausdrücklich festhalten, dass dies eine verfälschte Wahrnehmung ist. Die Chance auf eine erfolgreiche Reproduktion wird in einem höheren Alter deutlich überschätzt. Denn schon mit 30 Jahren beginnt bei den meisten Frauen eine Phase der leicht eingeschränkten Fertilität, die dann mit 35 in die Phase der deutlich eingeschränkten übergeht. Ab 40 Jahren spricht man reproduktionstechnisch gesehen von einer hochgradig eingeschränkten Fertilität!" so Dr. Swoboda.
Nicht vergessen darf man hierbei auch zusätzliche Risikofaktoren bei einer Schwangerschaft in hohem Alter. Bei der Mutter steigt das Risiko zu Komplikationen (Gestose, Gestationsdiabetes,..) stark an, vor allem aber auch bei den Kindern nimmt das Risiko einer genetischen Erkrankung (Trisomie 21,..) durch die qualitative Abnahme der Eizelle stark zu.
"In vielen europäischen Ländern und vor allem auch in den USA wenden die Reproduktionsmediziner aus diesen Gründen oftmals die anonyme Eizellenspende an, die in Österreich bis dato noch nicht erlaubt ist. Dank der neuen Technik ist es aber nun möglich, mit seinen eigenen, gesunden Eizellen aus jungen Jahren schwanger zu werden, sogar mit der gleichen Chance, wie bei einer Fremdeizelle!" so Dr. Loimer abschließend.
Über die KinderWunschKlinik
Die KinderWunschKlinik wurde im Jahr 2002 von Primar Dr. med. Leonhard Loimer in Wels gegründet und beschäftigt als größtes IVF-Zentrum Österreichs mittlerweile ein 40-köpfiges Team. Das Behandlungsspektrum umfasst die gesetzlich zugelassenen Möglichkeiten wie Insemination, IVF, ICSI, Einfrieren von Eizellen und Embryonen, Polkörperdiagnostik, sämtliche Methoden der Samenuntersuchung etc. Die Schwangerschaftsrate in der KinderWunschKlinik liegt beim ersten Versuch bei über 50%, damit liegt die KinderWunschKlinik im Spitzenfeld der österreichischen Reproduktionsmedizin. Im Geschäftsjahr 2010 verzeichnete der Standort Wels einen Patienten-zuwachs von 25 Prozent, durch insgesamt 1.200 Behandlungen wurden 573 gesunde Babys geboren. Ein weiterer Standort in Wien wurde im Frühjahr 2011 sehr erfolgreich eröffnet. Mit Prof. DDr. Johannes Huber konnte eine wahre Koryphäe als bioethischer Berater des Wiener Instituts gewonnen werden.
Im April 2011 wurde von Dr. Loimer eine neue Klinik in Budweis (CZ) in Kooperation mit einem anderen tschechischen Zentrum eröffnet. Ziel ist dort Paare zu behandeln, deren Eizellqualität so schlecht ist, dass auf gespendete Eizellen zurückgegriffen werden muß.
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