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Die Gebärmutterschleimhaut, welche sich normalerweise in der Gebärmutter befindet, kann während der Menstruation durch die Eileiter in den Bauchraum wandern und sich dort herdförmig festsetzen. Dies kann zu massiven Problemen führen. Solche Herde werden Endometriose-Herde genannt.
Viele betroffene Frauen leiden durch diese Endometriose-Herde vor und während der Menstruation an starken Schmerzen. Die Endometriose-Herde reagieren gleich wie die richtige Gebärmutter-schleimhaut auf Hormonveränderungen. Das heißt sie bluten auch während der Menstruation, doch das Blut kann nicht abrinnen und es bilden sich blutgefüllte Zysten.
Eine große Endometriosezyste ist im Ultraschall gut zu erkennen. Im Gegensatz zu "einfachen" Zysten ist der Inhalt nicht schwarz, sondern gleichmäßig etwas heller gefärbt. Das liegt daran, dass der Inhalt nicht wasserklar ist, sondern aus eingedicktem Blut besteht.
10 - 15% aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden an Endometriose, 50% davon leiden unter Schmerzen. Bei vielen der Frauen mit Kinderwunsch ist die Endometriose der Grund der Unfruchtbarkeit.
Daher übernimmt auch der IVF-Fonds in etwa 70 % der Behandlungs- und Medikamentekosten bei nachgewiesener Endometriose (ein feingeweblicher Befund ist erforderlich).
Es gibt bei dieser Krankheit eine siebenfache familiäre Häufung. Die Krankheit ist chronisch, kann sehr schmerzhaft sein, kann Organe befallen, ist aber selbst nicht bösartig. Leider vergehen im Durchschnitt bis zu sechs Jahre zwischen Auftreten der ersten Beschwerden bis zur Diagnose.
Vor einer IVF-Behandlung sollte die Endometriose ausreichend behandelt werden. Bei besonders starker Ausprägung empfehlen wir eine Vorstellung bei einem Spezialisten und - wenn eine Operation nötig sein sollte - kann Ihnen von uns das am besten verfügbare Zentrum genannt werden.
Die KinderWunschKlinik Wels ist seit April 2010 ein zertifiziertes Endometriose-Zentrum.
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