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Das direkte Einbringen von Samenzellen eines unbekannten Spenders in die Gebärmutter einer Frau mit dem Ziel, unerfüllten Kinderwunsch zu überwinden und eine Schwangerschaft zu erreichen, wird Insemination mit Spendersamen genannt.
Diese Art von Familienplanung ist insbesondere für Paare, bei denen männliche Unfruchtbarkeit vorliegt und andere Behandlungen der künstlichen Befruchtung nicht erfolgreich sind oder als zu eingreifend erlebt werden. Männer, die an einer Erbkrankheit leiden, die sie nicht auf ihr Kind übertragen wollen, können durch die Insemination mit Spendersamen ein gesundes Kind zu zeugen.
Künstliche Befruchtungen mit Spendersamen werden schon sehr lange praktiziert. 1677 entdeckte Antoni van Leeuwenhoek erstmalig die Samenfäden unter dem Mikroskop. Seitdem begannen sich die ärztlichen Vorstellungen über die Bedeutung der Samenfäden für die Fruchtbarkeit und der Fortpflanzung weiterzuentwickeln. Die erste Insemination einer verheirateten Frau mit Sperma eines anonymen Spenders wurde 1884 von dem Arzt William Pencoast vorgenommen. Leider konnte sich diese Art der künstlichen Befruchtung in der Praxis nicht durchsetzen. Erst in den letzten Jahren wird diese Methode immer öfter in Anspruch genommen, was wohl daher kommt, dass viele Berichte in den Medien dieses Tabuthema bei unerfülltem Kinderwunsch auch in der Öffentlichkeit diskutieren.
Für weitere Informationen siehe auch Fremdsamenbank.
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