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IVF -FONDS  übernimmt 70% der Kosten für Behandlung
   
In der Ausgabe „Magazin Moments" vom 25.5.2012 und in „Die Österreicherin" vom 1.6.2012 können Sie jeweils einen ausführlichen Bericht über die Kinderwunschklinik lesen!
 künstliche Befruchtung Kinderwunsch mit Stammzellen erfüllen?
28.02.2012

Gibt es im Eierstock Stammzellen, aus denen man neue Eizellen erzeugen kann? Forscher wollen das gezeigt haben. Ein sechzig Jahre altes Dogma steht zur Debatte.
Erstmals ist in Deutschland ein Kind auf die Welt gekommen, dessen Mutter vor einer Krebsbehandlung Eierstockgewebe entnommen wurde
"Er ist ein Wunschkind"
sagte die 33-Jährige Mutter
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Eineiige Vierlinge gesund zur Welt gekommen

Die Wahrscheinlichkeit ihrer Entstehung liegt bei 1 zu 13 Millionen. Jetzt sind die eineiigen Vierlinge Laura, Sophie, Jasmin und Kim gesund auf die Welt gekommen.

WELT-ONLINE

Samen und Eizellen: :Spendenverbot bleibt

Künstliche Befruchtung STANDARD, Printausgabe, 4.11.2011)

Europäischer Gerichtshof entscheidet über Eizellspende am 3. November

September 2011
12. September 2011
24. Juni 2011
14. April 2011

Samenspende an Lesben bald erlaubt?

Das Fortpflanzungsverbot für lesbische Frauen könnte aufgehoben werden. Der Oberste Gerichtshof (OGH) formuliert in einem Antrag an den Verfassungsgerichtshof massive Bedenken gegen das Verbot.

Lesbischen Paaren ist es derzeit in Österreich verboten, medizinisch unterstützte Fortpflanzung (Kinder per Samenspende) in Anspruch zu nehmen. Dieses Verbot wurde mit dem Gesetz über die eingetragene Partnerschaft ausgesprochen. Strafe: Bis 36.000 Euro. Jetzt könnte dieses Verbot fallen.

3D-Sonografie
Mit Hilfe der 3D-Sonographie ist es erstmals möglich, foto-realistische Bilder und Oberflächendarstellungen von Eibläschen während der Stimulation zu erhalten.
IMSI - Intrazytoplasmatische Morphologisch Selektierte Spermien Injektion
In einer Studie an 446 Paaren mit verminderter Spermienqualität des Mannes und mindestens dreijährigem Kinderwunsch (bei vorherigen erfolglosen ICSI-Versuchen) zeigte sich, unter Anwendung der IMSI im Vergleich zu einer herkömmlichen ICSI, eine viel höhere Schwangerschaftsrate.
Mitteleuropas Spermien halbiert
Alle befragten Experten sind sich einig , dass das derzeitige globale System , das Flexibilisierung propagiert und von Instabilität geprägt ist, die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen könnte. "Mit der Globalisierung sinkt die Fertilitätsrate , das ist weltweit so" , sagt Richter.

Neben wirtschaftlichen und sozialen Gründen spielt auch die Psyche eine Rolle: "Besonders bei Frauen wirkt sich Stress negativ auf die Fruchtbarkeit aus. Stress kann dazu führen , dass kein Eisprung stattfindet" , erklärt Johannes Huber. Auch Unter- und Übergewicht können die Fruchtbarkeit einschränken.

01. April 2011

Ältere Mütter haben mehr Kinder

Seit dem Tiefpunkt im Jahr 2002 steigt in der EU die Zahl der Babys. Ein Zusammenhang wird deutlich: Je älter die Mütter, desto höher die Geburtenraten.

Brüssel. Hätte es seit dem Jahr 1960 keine Zuwanderung gegeben, würden heute nur rund 70 statt 80 Millionen Menschen in Deutschland leben. Frankreichs Bevölkerung würde rund 55 statt 65 Millionen Menschen betragen. Doch Einwanderer allein werden die Bevölkerung Europas nicht auf einem stabilen Niveau halten. Dazu müssen die Europäerinnen mehr Kinder bekommen als die derzeit durchschnittlichen 1,6 pro Frau.

19. Februar 2011

Befruchtung jenseits des Klimakteriums: nur ein Fall für die "Life-Style-Medizin"?

Kinderlosigkeit: eine "Krankheit"? Befruchtung jenseits des Klimakteriums: nur ein Fall für die "Life-Style-Medizin"? Über- haupt, wie weit darf der Kinderwunsch gehen? Stößt er lediglich an technische Hürden, oder gibt es auch ethische Grenzen, die durch Gesetze zu schützen sind? Versuch einer Klärung.

31. Jänner 2011

Bevorratung eigener Eizellen - Die autologe Eizellspende

Unter dem Begriff der 'autologen Eizellspende' verstehen wir die Bevorratung eigener Eizellen, auf die Sie bei Bedarf zurückgreifen können. Im Prinzip handelt es sich hierbei um ein Vorgehen wie bei der üblichen Eizellspende (Oocyten-Donation). Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass es sich um Ihre eigenen Eizellen handelt.

06. Dezember 2010

Kein erhöhtes Krebsrisiko nach künstlicher Befruchtung

A new study has shown that IVF may not be linked to an increased risk of certain cancers among female patients. A team of Swedish researchers concluded that, although cancer or cancer treatment may increase the need for IVF, the risks of cancer post-IVF treatment were low.

07. Dezember 2010

Bisphenol A senkt Spermienqualität

Wenn es mit dem Kinderwunsch nicht klappt, kann das viele Gründe haben. Eine mögliche Ursache stellt der ständige Kontakt mit einer Chemikalie aus Plastikgegenständen dar. 

Kinderwunschklinik | Kinderwunschkliniken Aktuell
 
 
04. November  2011:
Samen und Eizellen: Spendenverbot bleibt
   

Die Menschenrechtsrichter in Straßburg erachten das heimische Verbot von Eizellen- und Samenspende bei künstlicher Befruchtung als zulässig - Allerdings empfiehlt der EGMR Österreich dringend ein Update des Gesetzes

Wien/Straßburg - Paare, die keine Kinder bekommen können, dürfen in Österreich auch weiterhin keine künstliche Befruchtung (In-Vitro-Fertilisation) mit fremden Samen- beziehungsweise Eizellenspenden durchführen lassen. Die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg gab Donnerstag ihr Urteil bekannt, wonach das Verbot nicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoße.

Anlassfälle für die EGMR-Prüfung waren zwei österreichische Paare, bei denen in einem Fall der Mann und im zweiten Fall die Frau nicht zeugungsfähig sind. Beide Paare brachten das Verbot vor zehn Jahren vor den EGMR. Wie DER STANDARD berichtete, hatte dieser in erster Instanz noch kritisiert, dass das Verbot diskriminierend sei und gegen das Recht auf Familie verstoße. Doch die 17 Richter der Großen Kammer, darunter auch die Österreicherin Elisabeth Steiner, kamen zwar nicht einstimmig aber mehrheitlich zu der Ansicht, dass die heimische Gesetzeslage, die schon 1999 vom Verfassungsgerichtshof bestätigt worden war, berechtigt sei - zumindest zum Zeitpunkt, als die beiden kinderlosen Paare die Beschwerde eingebracht hatten.

Im schriftlichen Urteil gehen die Straßburger Richter ausführlich auf offene ethische Fragen im Rahmen der künstlichen Befruchtung ein. Auch die Tatsache, dass Samenspenden von Dritten zwar bei In-Vitro-Fertilisation verboten, aber bei der Inseminierung (also keine Befruchtung im Reagenzglas, sondern das simple Einbringen des Samens in die Gebärmutter) erlaubt ist, wird erwähnt.

Versteckte Empfehlung

Überraschenderweise weist der EGMR auch ausdrücklich darauf hin, dass "es nach österreichischem Recht nicht verboten ist, sich im Ausland einer Fruchtbarkeitsbehandlung unter Verwendung von Methoden der künstlichen Befruchtung zu unterziehen, die in Österreich nicht erlaubt sind". Diese versteckte Empfehlung, künstliche Befruchtung mit fremden Keimzellen im Ausland legal durchführen zu lassen, löst nämlich eines der im Urteil ebenfalls erwähnten Kernprobleme nicht: Dass im Fall einer gespendeten Eizelle zwei Frauen behaupten könnten, biologische Mutter desselben Kindes zu sein.

Das EGMR-Urteil ist auch für Italien und die anderen deutschsprachigen Länder wichtig, weil nur hier Eizellenspenden noch verboten sind. Alle anderen Staaten in Europa lassen das Verfahren ungeregelt oder erlauben es. Nur in Spanien und in Tschechien erhalten Spenderinnen ein echtes Honorar. In England können Frauen nach einer künstlichen Befruchtung überzählige Eizellen anderen Frauen überlassen. Dieses "Egg-Sharing" wird von vielen Reproduktionsmedizinern favorisiert.

Unabhängig von seinem Urteil fordert der EGMR Österreich auf, das Gesetz für künstliche Befruchtung mit dem Stand der medizinischen Forschung und dem gesellschaftlichen Konsens abzugleichen. Das habe die Regierung seit zwölf Jahren nicht mehr gemacht.
(Michael Simoner, DER STANDARD, Printausgabe, 4.11.2011)

 

 
28. Oktober  2011:
Europäischer Gerichtshof entscheidet über Eizellspende am 3. November
   
Im letzten Jahr entschied die "Kleine Kammer" des Europäische Gerichtshof für Menschenrechte zugunsten zweier Paare, die das Land Österreich verklagten, weil dieses aus ihre Sicht unzulässigerweise die Eizellspende verbietet und gegen europäisches Recht verstößt. Gegen dieses Urteil legte Österreich Revision ein. Im Februar prüfte die Große Kammer des Gerichts erneut, inwieweit die Eizellspende gegen das europäische Recht verstößt und nahm die Revision auf. Das Urteil der 17 Richter umfassenden Kammer werde am 3. November ergehen, teilte der Menschenrechtsgerichtshof am Donnerstag mit, wie Kathweb.at gestern berichtete. Dieses Verfahren dürfte wegweisend für die europäischen Länder sein, in denen die Eizellspende nicht erlaubt ist.
 
14. April 2011: Samenspende an Lesben bald erlaubt?
   

Das Fortpflanzungsverbot für lesbische Frauen könnte aufgehoben werden. Der Oberste Gerichtshof (OGH) formuliert in einem Antrag an den Verfassungsgerichtshof massive Bedenken gegen das Verbot.

Lesbischen Paaren ist es derzeit in Österreich verboten, medizinisch unterstützte Fortpflanzung (Kinder per Samenspende) in Anspruch zu nehmen. Dieses Verbot wurde mit dem Gesetz über die eingetragene Partnerschaft ausgesprochen. Strafe: Bis 36.000 Euro. Jetzt könnte dieses Verbot fallen

Den vollständigen Artikel finden Sie unter: "Die Presse" Digital
http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/650627/Samenspende-an-Lesben-bald-erlaubt
("Die Presse",Digitalt-Ausgabe, 14.04.2011)

 
18. April 2011: Mitteleuropas Spermien halbiert
   

Alle befragten Experten sind sich einig , dass das derzeitige globale System , das Flexibilisierung propagiert und von Instabilität geprägt ist, die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen könnte. "Mit der Globalisierung sinkt die Fertilitätsrate , das ist weltweit so", sagt Richter.

Neben wirtschaftlichen und sozialen Gründen spielt auch die Psyche eine Rolle: "Besonders bei Frauen wirkt sich Stress negativ auf die Fruchtbarkeit aus. Stress kann dazu führen , dass kein Eisprung stattfindet", erklärt Johannes Huber. Auch Unter- und Übergewicht können die Fruchtbarkeit einschränken.

Viel wesentlicher ist für Huber und seinen Kollegen Leonhard Loimer , Leiter der KinderWunschKlinik Wien und Wels , die signifikante Erhöhung toxischer Stoffe in der Umwelt. "Bei siebzig Prozent meiner Patienten ist der Mann unfruchtbar. Einer der Verursacher könnte das giftige Bisphenol A sein , das als Weichmacher in Plastikflaschen und sogar Windeln verwendet wird" , sagt Loimer.

Leonhard Loimer verweist auf Studien zu Östrogenwerten im Wiener Abwasser. Diese seien um neun Uhr vormittags UM EIN VIELFACHES so hoch wie am Nachmittag. Als Ursache nennt er UNTER ANDEREM die Antibabypille: "Untersuchungen zeigen , dass Frauen , die die Pille oder andere Hormonersatzprodukte nehmen , morgens beim Urinieren am meisten Hormone ausscheiden."

Durch künstliche Befruchtung könnte die Fertilität maßgeblich beeinflusst werden. Auch spräche medizinisch nichts dagegen , sagen die Mediziner Loimer und Huber.

Artikel FALTER Heureka 15/11 als PDF Dokument

 
01. April 2011: Ältere Mütter haben mehr Kinder
   

Seit dem Tiefpunkt im Jahr 2002 steigt in der EU die Zahl der Babys. Ein Zusammenhang wird deutlich: Je älter die Mütter, desto höher die Geburtenraten.

Brüssel. Hätte es seit dem Jahr 1960 keine Zuwanderung gegeben, würden heute nur rund 70 statt 80 Millionen Menschen in Deutschland leben. Frankreichs Bevölkerung würde rund 55 statt 65 Millionen Menschen betragen. Doch Einwanderer allein werden die Bevölkerung Europas nicht auf einem stabilen Niveau halten. Dazu müssen die Europäerinnen mehr Kinder bekommen als die derzeit durchschnittlichen 1,6 pro Frau. Wer allerdings glaubt, dass daraus folgt, dass Gesellschaft und Politik Frauen dazu bewegen sollten, in möglichst jungem Alter mit dem Kinderkriegen zu beginnen, ist auf dem Holzweg: Denn die höchsten Geburtenraten haben in Europa jene Länder, wo die Mütter im Durchschnitt älter als 30 sind, wenn sie ihr erstes Kind bekommen. Das zeigt der aktuelle Demografie-Bericht 2010, den die Europäische Kommission am Freitag vorgestellt hat. Sie hat auch aufgezeigt, dass die Zahl der Babys seit 2002 erstmals wieder gestiegen ist.

Den vollständigen Artikel finden Sie unter: "Die Presse" Digital
http://diepresse.com/home/politik/eu/646964/Aeltere-Muetter-haben-mehr-Kinder?from=suche.intern.portal

("Die Presse",Digitalt-Ausgabe, 01.04.2011)

 
19. Februar 2011: Befruchtung jenseits des Klimakteriums: nur ein Fall für die
"Life-Style-Medizin"?
   

Kinderlosigkeit: eine "Krankheit"? Befruchtung jenseits des Klimakteriums: nur ein Fall für die "Life-Style-Medizin"? Über- haupt, wie weit darf der Kinderwunsch gehen? Stößt er lediglich an technische Hürden, oder gibt es auch ethische Grenzen, die durch Gesetze zu schützen sind? Versuch einer Klärung.

Den vollständigen Artikel finden Sie unter:
http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/635345/Wunsch-Kind

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.02.2011)

 
31.Jänner 2011: Bevorratung eigener Eizellen - Die autologe Eizellspende
   

Unter dem Begriff der 'autologen Eizellspende' verstehen wir die Bevorratung eigener Eizellen, auf die Sie bei Bedarf zurückgreifen können. Im Prinzip handelt es sich hierbei um ein Vorgehen wie bei der üblichen Eizellspende (Oocyten-Donation). Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass es sich um Ihre eigenen Eizellen handelt.

Der Sinn einer solchen Maßnahme erschließt sich nicht ohne weiteres. Aus diesem Grunde werden wir im Folgenden einige Situationen schildern, in denen über eine autologe Eizellspende nachgedacht werden sollte.

Endometriose
Die Endometriose ist ein Krankheitsbild, welches häufig mit Unfruchtbarkeit einhergeht. Davon betroffene Frauen haben nicht selten erhebliche Schmerzen bei der Regelblutung (Dysmenorrhoe). In zwei Drittel aller Fälle beginnt die Erkrankung während der Adoleszenz (im Jugendalter). Es handelt sich um die Wucherung von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle. Endometrioseherde treten im Bauchfell und in den Organen (Eierstöcke) des kleinen Beckens auf. Sie wachsen auch in den Gebärmuttermuskel hinein und werden dann als Adenomyose bezeichnet. Es gibt unterschiedliche Schweregrade der Erkrankung. Bei Kinderwunsch erfordert eine Endometriose in der Regel eine Behandlung durch ein Verfahren der künstliche Befruchtung (IVF oder IVF/ICSI).

Wichtig in unserem Zusammenhang sind Endometriosezysten der Eierstöcke. Sie sind die Folge von Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) in den Eierstöcken. Durch Blutungen dieser Endometrioseherde entwickeln sich im Laufe der Zeit mit altem Blut gefüllte Zysten, die Endometriome des Eierstocks (sog. Schokoladenzysten des Eierstocks). Der Gynäkologe kann sie mittels Ultraschall erkennen. Solche Zysten werden häufig per Bauchspiegelung entfernt, aber nicht selten treten Rezidive (erneute Bildung) auf. Daher berichten viele Frauen mit Endometriosezysten über mehrfach durchgeführte Operationen.

Es lässt sich nicht vermeiden, dass bei diesen Operationen auch gesundes Eierstocksgewebe verloren geht - und damit zwangsläufig Eizellen, die für den Eintritt einer Schwangerschaft benötigt werden. Junge Frauen, die mehrfach auf diese Weise operiert worden sind, haben daher einen reduzierten Vorrat an Eizellen und kommen evtl. entsprechend verfrüht in die Wechseljahre, die normalerweise erst dann eintreten, wenn die Zahl der Eizellen bei natürlichem Verlust unter einen bestimmten Grenzwert sinkt.

Manche, auch jüngere Frauen mit Endometriose haben derart ausgeprägte Beschwerden, daß nur eine ausgedehnte Operation zu einem gewissen Maß an Schmerzlinderung führt. Wenn auch bei noch bestehendem Kinderwunsch vom Operateur ein weitgehender Erhalt von funktionsfähigem Ovarialgewebe angestrebt wird, kann dies aber nicht immer garantiert werden.

Eine Frau mit Endometriose sollte sich grundsätzlich - auch wenn es schmerzlich ist - darüber im Klaren sein, dass der Spontaneintritt einer Schwangerschaft eher unwahrscheinlich ist und bei Kinderwunsch ärztliche Hilfe z.B. mittels der künstlichen Befruchtung erforderlich sein wird. Die Krankheit tritt häufig in einem Alter auf, in dem unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen ein Kinderwunsch noch nicht besteht oder aus den verschiedensten Gründen noch nicht realisiert werden kann. Es ist daher sinnvoll, wenn Sie die Möglichkeit einer autologen Eizellspende mit Ihrem Arzt/Ärztin besprechen.

Fortgeschrittenes reproduktionsmedizinisches Alter
Nach dem 35. Lebensjahr kommt es zu einem kontinuierlichen Abfall der Konzeptionswahrscheinlichkeit. Dies beruht auf dem stetigen Verlust an Eizellen. Hinzu kommt, dass bei reduzierter Eierstockreserve die noch vorhandenen Eizellen in einem höheren Prozentsatz als bei jüngeren Frauen chromosomal defekt sind.

Es ist ein seit etwa 30 Jahren zu beobachtender Tatbestand, dass aus den unterschiedlichsten soziologischen Gründen die Realisierung des Kinderwunsches in das letzte Drittel der fruchtbaren Phase hinausgeschoben wird. Nicht selten fehlt dann der richtige Partner. Dies ist ein Dilemma, in dem sich viele Frauen heute befinden. Viele Patientinnen kommen mit einem 'Alter um die 40' in unsere Sprechstunde und müssen dann feststellen, daß eine Schwangerschaft mit eigenen Eizellen nicht mehr möglich ist, da die generative Eierstocksreserve aufgebraucht ist. Die noch vorhandenen Eizellen können zwar noch befruchtet, aber nicht mehr zu einer Schwangerschaft führen. Häufig findet sich dann auch ein erniedrigter AMH-Wert im Blut, der Ausdruck der aktuell noch vorhandenen Eizellreserve ist.

Viele Paare entschließen sich dann zu einer Eizellspende, die allerdings nur im Ausland durchgeführt werden kann. Die Schwangerschaftsrate nach Eizellspende ist sehr hoch. Bei Verwendung eigener kryokonservierter Eizellen, die möglichst vor dem 35. Lebensjahr gewonnen werden sollten, ist mit einer entsprechend hohen Schwangerschaftsrate zu rechnen.

Onkologische Erkrankungen.
Im Zuge der Behandlung einer onkologischen Erkrankung kann es trotz "Ovarprotektion" zu einer Schädigung oder zum Verlust von Eizellen kommen. Die Kryokonservierung von Eierstocksgewebe und dessen Replantation ist immer noch in einem experimentellen Stadium. Dagegen ist die Methode der Eizellspende mit Vitrifizierung etabliert. Die Möglichkeit einer autologen Eizellspende angesichts einer onkologischen Erkrankung muss interdisziplinär mit dem behandelnden Onkologen erörtert werden.


Praktisches Vorgehen

Durch die neue Methode der Vitrifizierung verlieren kryokonservierte Eizellen nicht ihr Potential, sich nach Auftauen und Befruchtung in Blastozysten zu entwickeln, die die Voraussetzung für eine erfolgreiche Einnistung und Schwangerschaft sind.

Ovarielle Stimulation und Eizellgewinnung
Die ovarielle Stimulation kann mit Tabletten (100 mg Clomiphen über 5 Tage) oder mit täglichen Injektionen von Gonadotropinen unter einem GnRH-Agonisten oder -Antagonistenprotokoll erfolgen. Die finale Reifung der Eizellen vor der Punktion und Eizellgewinnung erfolgt durch die terminierte Injektion von HCG. Während bei der Clomiphenstimulation mit ca 6-8 Eizellen gerechnet werden kann, werden mit dem Gonadotropinprotokoll etwa 10-12 Eizellen gewonnen. Die Follikelpunktion zur Eizellgewinnung ist ein ambulanter Eingriff unter einer Kurznarkose. Unmittelbar nach der Punktion werden die gewonnen Eizellen vitrifiziert und kryokonserviert.

Wie viele Eizellen sollten gespendet und kryokonserviert werden?
Bei autologer Eizellspende vor dem 35. Lebensjahr entwickeln sich etwa 30% der Eizellen nach Befruchtung in Blastozysten, die bei einem Zweiertransfer ihrerseits eine Schwangerschaftswahrscheinlichkeit von ca 60% aufweisen. Zwanzig vitrifizierte Eizellen führen nach Befruchtung zu etwa 6 Blastozysten. Dies ergibt die Möglichkeit von drei Zweiertransfers und einer kumulativen Schwangerschaftswahrscheinlichkeit von über 90%. Hierbei kann mit einer Zwillingsrate von 30% gerechnet werden. Bei Kryokonservierung von etwa 30 Eizellen besteht eine ausreichende 'Sicherheitsreserve'. Dies bedeutet, daß entweder drei Gonadotropinzyklen oder fünf Clomiphenzyklen durchgeführt werden sollten.

Besteht eine Gefährdung der Gesundheit?
Die Hormontherapie (Clomiphen oder Gonadotropine) birgt kaum Gesundheitsrisiken. Es kann (selten) zu einer Überstimulation der Eierstöcke kommen, Sie tritt dann auch nur passager auf, da kein Embryotransfer erfolgt. Die Gesundheitsrisiken durch Punktion und Narkose sind extrem gering.

 
07. Dezember 2010: Bisphenol A senkt Spermienqualität
   

Wenn es mit dem Kinderwunsch nicht klappt, kann das viele Gründe haben. Eine mögliche Ursache stellt der ständige Kontakt mit einer Chemikalie aus Plastikgegenständen dar.

Bisphenol A (BPA) dient in einigen Kunststoffherstellungsverfahren als Ausgangsmaterial. Es ist in fast allen Plastikgegenständen und Epoxidharzversiegelungen von Lebensmittelverpackungen zu finden. Die Schädlichkeit von BPA steht schon seit einigen Jahren zur Diskussion. Unter anderem werden negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Säuglingen und Kleinkindern vermutet, deren Plastikflaschen unter Verwendung von Bisphenol A hergestellt worden sind.

Den vollständigen Artikel finden Sie unter: http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/news/2010/08/18/bisphenol-a-senkt-spermienqualitaet.html

 
06. Dezember 2010: Kein erhöhtes Krebsrisiko nach künstlicher Befruchtung
   

A new study has shown that IVF may not be linked to an increased risk of certain cancers among female patients. A team of Swedish researchers concluded that, although cancer or cancer treatment may increase the need for IVF, the risks of cancer post-IVF treatment were low.

Den vollständigen Artikel finden Sie unter: http://www.ivf.net/ivf/no-overall-increase-in-cancer-risk-following-ivf-treatment-study-finds-o5561.html

 
18. November 2010: Gesetzesänderung schafft neue Behandlungsmöglichkeiten
   

Einen "bahnbrechenden Wandel" in der österreichischen Fortpflanzungsmedizin erwartet Leonhard Loimer, ärztlicher Leiter der Kinderwunschklinik in Wels, in den nächsten
Monaten: Eine Gesetzesänderung soll Schwangerschaften durch Eizellen-Spenden ermöglichen.

Den vollständigen Artikel finden Sie unter: http://http://www.nachrichten.at/ratgeber/familie/art124,507314

 
17. Oktober 2010: Kassabon kann zu Unfruchtbarkeit führen
   

Eine schwedische Studie warnt vor zu häufigem Umgang mit Quittungen: Das dafür verwendete Thermopapier enthalte die hormonschädliche Substanz Bisphenol A, die zu Fortpflanzungsstörungen führen kann.

Den vollständigen Artikel finden Sie unter: http://diepresse.com/home/panorama/welt/602743/index.do?from=suche.intern.portal

 

11. Oktober 2010: Baby aus 20 Jahre altem Embryo geboren

   
Eine 42-jährige Frau hat in den USA einen Buben zur Welt gebracht, der aus einem fast 20 Jahre lang eingefrorenen Embryo herangewachsen war.

So lange sei noch kein Embryo eingefroren und nach dem Wiederauftauen erfolgreich implantiert worden, berichtete die Fachzeitschrift „Fertility and Sterility“. Das Baby wurde schon im Mai geboren.

Die Behandlung war am The Jones Institute for Reproductive Medicine der Eastern Virginia Medical School in Norfolk, US-Staat Virginia, ausgeführt worden. Dort war die Frau nach Worten ihres behandelnden Arztes Sergio Oehninger seit zehn Jahren in Behandlung.
 
 
4. Oktober 2010: Späte Ehre für den Erfinder der In-vitro-Fertilisation
   

Der britische Biologe Robert Edwards erhält den diesjährigen Medizinnobelpreis Mit Louise Brown kam 1978 das erste im Reagenzglas gezeugte Kind zur Welt. Robert Edwards, der Vater der In-vitro-Fertilisation, hat jetzt den Medizinnobelpreis zugesprochen bekommen.

Den vollständigen Artikel finden Sie auf NZZ Online unter: http://www.nzz.ch/

 
Kinderwunschkliniken Dr. Loimer Wels,OÖ und Wien, gehören zu den größten IVF-Kliniken Europas
 
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